Die Brustwirbelsäule als Schlüssel unserer Bewegung

Verfasst vor

10 Jahre
am Donnerstag, 03.09.2009
Von: Petra Ritter

Die Brustwirbelsäule als Schlüssel unserer Bewegung

Die Mitte unseres Körpers bildet die Wirbelsäule, die sich von vorne gesehen als eine Gerade, und von der Seite gesehen als eine S-förmig gebogene Linie ausrichtet.
Die besondere Form der Wirbelsäule garantiert uns eine optimale Verteilung der auftreffenden Kräfte, und schützt uns so vor etwaigen Verletzungen bzw. Schmerzen.

Die Ausprägungen der Krümmungen sind zum Teil genetisch vorbestimmt, können aber durch Verletzungen der Wirbelsäule, den Belastungen des Alltages und dem Verhalten eines jeden Einzelnen mit verändert werden.

Die Stabilität der Wirbelsäule wird durch passive und aktive Strukturen garantiert. Die Knochen, Bänder, Kapseln, Bandscheiben und Muskeln garantieren uns eine physiologische Bewegungsfreiheit.
Wenn die Rumpfmitte stabil genug ist, können sich unsere Extremitäten gut bewegen.

Neben der Stabilität der Brustwirbelsäule ist auch die Beweglichkeit dieser sehr wichtig.
Die Flexibilität dieses Wirbelsäulenabschnittes garantiert einerseits einen größeren Bewegungsradius unserer Arme und des Rumpfes.
Andererseits müssen Bewegungen der unteren Extremität (z.B. Gehen) über die einzelnen Wirbelsäulenabschnitte bis zum Kopf weitergeleitet werden. So können wir uns ökonomisch weiterbewegen.

Kommt es nun in Laufe der Zeit zur Beweglichkeitseinschränkung der Brustwirbelsäule - wie es bei bestimmten Erkrankungen bzw. bei Haltungsfehlern über viele Jahre vorkommt - müssen die Nachbargelenke  (Hals- und Lendenwirbelsäule) mehr bewegen, und können so überbelastet werden. Weiterfolgende Schmerzen treten dann in diesen Arealen nur allzu oft auf.

Die Physiotherapie bietet Möglichkeiten, auf das physiologische Verhalten der Brustwirbelsäule Einfluss zu nehmen.

Passive Techniken, wie manuelle Therapie oder Muskeltechniken, aber auch aktive Maßnahmen zur Bewegungssteigerung bzw. Stabilisierung der Bewegungsfreiheit kommen hier zur Anwendung.
Die Übungen werden so einfach als möglich gestaltet, damit der Patient ohne großen Aufwand diese auch regelmäßig durchführen kann.


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